Limburg-Lindenholzhausen. In den vergangenen Wochen ist am Sauerborn ein tolles Kunstwerk entstanden. Wir zeigen Fotos und erklären, wen man auf dem Bildnis erkennen kann ...
Der Lubentiusbrunnen, im Mundart-Jargon „Sauerborn“, genannt wird nun von einem Kunstwerk geziert. Erstellt wurde dies von dem 61-jährigen Illustrator Michael Schmitt, genannt „Michi“. Dieser hat 50 Jahre in Limburg gewohnt und lebt derzeit auf einem früheren Bauernhof in Dornburg-Thalheim. Bekannt ist er durch Bühnenbilder für Live-Shows, wie unter anderem von Komiker Mario Barth, dem Musiker DJ Bobo und dem Zauberer-Duo „Ehrlich Brothers“, die er entworfen und miterstellt hat. Weitere große Wandgemälde zieren sehr unterschiedliche Orte, wie beispielsweise die Kreis- und Stadtbücherei in Weilburg, eine Sporthalle in Hennef oder eine Zahnarztpraxis in Frankfurt.
Und nun hat er auch den bekannten Hollesser Trinkwasserbrunnen verschönert. Auf dem Gemälde sind die Lindenholzhäuser als „Kruggelsche“ darstellt, wie die Linneholleser als Spitzname allgemein bezeichnet werden, weil sie früher das Wasser mit Krügen nach Hause schleppten.
Möglich wurde das Kunstwerk durch entsprechende Einnahmen, die im Rahmen der 1250 Jahrfeier im Jahr 2022 durch den Naturschutz- und Verschönerungsverein Lindenholzhausen erwirtschaftet wurden.
Auf dem Bildnis können Erfahrene jedoch auch ein paar Originale (bekannte Hollesser Personen) erkennen. So wurde allen voran natürlich Bernhard Rompel, auch gern als „Sauerborn-Papst“ bezeichnet, verewigt, der sich schon seit vielen Jahrzehnten um den Brunnen kümmert. Auf den nachfolgenden Bildern wird erklärt, welche weiteren Personen man auf dem Wandgemälde sehen kann.
Bild: Der linke Teil des Wandgemäldes mit der Lindenmühle, einem Kirmesbursch, der Hollesser-Fahne, einigen Hollesser-Personen sowie einigen Hollesser Sängern auf dem Lindenbaum.
Bild: Der mittlere Teil des Wandgemäldes mit einigen Hollesser-Personen und der Feuerwehr, die den Sauerborn oftmals auspumpen mussten.
Bild: Der rechte Teil des Wandgemäldes mit der Darstellung der Zapfstelle, an dem der Künstler die letzten Ergänzungen vornimmt.
Bild: Panorama-Ansicht des Wandgemäldes
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Durch die roten Haare und den Mondart-Hinweis kann man dieses Bildnis zwei Personen zuordnen, wie Monika Kasteleiner bzw. Rita Rompel.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Unverkennbar ist diese Person durch die großen Hände und die dicke Brille. Es ist der leider schon vor langer Zeit verstorbene "Waaner Funz", alias Alfons Rompel †. Er war auch mal der Wirt der Sportklause. Der Begriff "Waaner" kommt von "Wagner", einer Berufsbezeichnung für Wagenbauer.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Wie an dem Kartoffelsack erkennbar, handelt es sich bei der linken Person um einen Kartoffelbauer, wie beispielsweise der "Erdbeer Schorsch", alias Christof Rompel, bzw. Ansgar Rompel oder gar um Thomas Rompel (links) und Andreas Friedrich (rechts) von der Hollesser Öl Manufaktur.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Wie durch die viereckige Brille, die Größe und das Schild "Backese" erkennbar, handelt es sich hier um Michael Jung aus der Schulstraße, der als Leiter einer Arbeitsgruppe bei der 1250 Jahrfeier für die Erstellung und Anbringungen der Schilder mit den Mundartnamen verantwortlich war.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Es soll mal einen etwas beleibteren Torwart bei der TuS gegeben haben. Es könnte sich hierbei um den "Ferschter Werner", alias Werner Otto †, handeln?
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Durch das Podest, den Alien und dem Schweißgerät ist ist es unverkennbar, dass es sich hier um den "Sauerbornpapst", alias Bernhard Rompel, aus der Stiegelstraße handelt. Der 91-Jährige kümmert sich bereits seit Jahrzehnten um den Sauerborn und ist zudem der Alien-Vater von Hollesse.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Schon der Rollator weist auf eine ältere Person hin und am Schriftzug "ü 100" kann man erkennen, das die Person älter als 100 Jahre ist. Es handelt sich um Liesel Brötz, geborene Heun, aus der Stiegelstraße, die mit 102 Jahren älteste Einwohnerin von Lindenholzhausen. Ihr Ehemann Werner war Bürgermeister von Lindenholzhausen.
Bild: Darstellung eines "Hollesser-Originals" auf dem Wandgemälde. Um diesen Feuerwehrmann ranken sich ein paar Gerüchte. Manche behaupten, dass der Künstler vergessen hat, ihm eine Zigarette im Mund zu malen, denn dann könnte es der derzeitige Vorsitzende der Feuerwehr "Schiko Schorsch", alias Georg Schikora, aus der Bahnhofstraße sein. Ansonsten könnte es sich auch um den bereits verstorbenen Ehrenkommandant der Hollesser Wehr Günter Birkhölzer † aus der Jakobusstraße handeln.
Bild: Der Künstler des Wandgemäldes Michael Schmitt bei der Arbeit.
Alle hoffen darauf, dass dieses Kunstwerk noch lange Zeit bestehen bleibt und nicht durch Kleingeister beschädigt wird,
[Hier] findet man weitere Infos zum Sauerborn.
